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Lauftipps, Run Happy!

100 Kilometer – Gefühlt einmal von hier bis zum Mond

Von Markus Oster

Am Anfang stand eine Idee. Verrückt – wahnsinnig – machbar. Das denken sich Markus Auer und Patrick Grewe immer noch, wenn sie von den 100km Biel sprechen. Die beiden Technischen Repräsentanten von Brooks, haben sich fest vorgenommen im Juni 2016 ihren ersten Ultralauf zu finishen. Für viele Läufer klingt der Name Biel wie Magie. Ein Lauf „den man mal machen muss“, sagen Ultraläufer. Immerhin gelten die „Bieler Lauftage“ als Mutter aller 100 km-Läufe. 1959 als Militärveranstaltung gegründet, ziehen die magischen 100 km jedes Jahr um die 1000 Läufer an und diese pilgern in den Berner Kanton, um sich an dieser weiten Distanz zu versuchen.

Auf unserem Blog wollen wir unsere beiden Brooks-Kollegen, Markus und Patrick, die letzten 112 Tage bei ihrer Vorbereitung begleiten und Euch heute die Ultra-Weitläufer vorstellen.

Handballer vs. Allround-Sportler

Das Thema Sport und Laufen ist für beide schon gewohntes Terrain. Patrick kann auf eine Handballer-Jugendkarriere zurückblicken. Der 28-jährige findet mittlerweile seine Leidenschaft in der Crossfit-Box und hält sich mit Squads, Klimmzügen und Co. in Shape. Seine Motivation für Biel ist ganz klar: „Probiere das Unmögliche um das Mögliche zu erreichen.“. Weil 42 km gefühlt jeder zumindest probiert, und daher der Reiz beim Extremen liegt, sich an 100 km zu versuchen. Als treuer Begleiter steht ihm Markus zur Seite. Der Allround-Sportler läuft, trainiert im Fitnessstudio, hält sich mit Yoga fit oder steht im Winter auf dem Snowboard. Dabei zählt für Markus die Leidenschaft und Hingabe, ohne falschen Ehrgeiz und ständiger Unzufriedenheit, seinem Sport nachzugehen. Zusammen haben sie die Winter Edition des Strongmanrun’s in der Schweiz gefinisht – eine erste Akklimatisierung mit dem Austragungsland sozusagen.

In der Vorbereitung gehen die beiden lange Läufe an, um sich an die Distanz zu gewöhnen. Vorerst steht für Markus und Patrick eine Marathon-Vorbereitung bis zum Hamburg-Marathon bevor. Dieser wird als erste längere Trainingseinheit genutzt, danach folgen längere Distanzen bis maximal 70 km. Für Patrick wird es dabei der erste Marathon überhaupt, den er in seinem Leben laufen wird.

Mut steht am Anfang, Glück am Ende!

An seinen ersten Marathon hat Markus noch genaue Erinnerungen. Geweint wie ein Baby habe der 31-jährige. „Ich war total euphorisiert und extrem stolz auf die eigene erbrachte Leistung. Auf den letzten Kilometern nimmt die Vorstellung, über die Ziellinie zu laufen, zunehmend das Denken ein. Bald ist es geschafft, danach ist Schluss.“ Für Biel steht fest im Mittelpunkt, dass die beiden noch weiter wollen, die totale Grenzerfahrung erleben, und vor allem gesund die 100 Kilometer hinter sich bringen.

Dass dabei die Vorbereitungsläufe für die beiden langweilig werden können, steht nicht im Raum. Markus befindet sich im absoluten „Gemüsemodus“: An nichts denken, einfach nur laufen! Patrick, der von seinen Brooks-Kollegen „Paddy“ genannt wird, geht es ähnlich an, denn sein Motto lautet: Einfach den Kopf ausschalten und machen. Hin und wieder denkt er an ganz praktische Sachen beim Laufen: Was mache ich die kommende Woche zu essen? Zweifel wie „Was tue ich mir da eigentlich an?“ schiebt er beiseite. Respekt vor der Strecke ist aber da – ohne Frage. Patricks Sorge bleibt, dass die Schienbeinkante in der Vorbereitung nicht mitspielt und Probleme bereitet. Aber im Großen und Ganzen freuen sich die beiden auf die Erfahrungen! Darauf, sagen zu können, dass man einer jener Irren sei, die sich solchen Strapazen aussetzen. Das Gepäck für Biel ist noch nicht gepackt. Patrick lässt die Sache auf sich zu kommen und nimmt auf alle Fälle Tight, Shirt und Schuhe mit 😉 „So viel sei schon mal gesagt.“ Über den Rest hat er sich noch keine Gedanken gemacht. Dagegen weiß Markus schon sehr konkret wie sein Laufgepäck aussieht: Patrick (wichtig!), Blasenpflaster, Mobiltelefon (geladen) Trillerpfeife, Notration (Essen; Getränk), Stirnlampe (Batterien), Sonnencreme, Lippenpflege, Ersatzkleidung, Fotoapparat, Trinkrucksack… Ob er tatsächlich am 10.06. seinen Rucksack so voll hat, werden wir in den nächsten Blog-Beiträgen über die beiden Ultra-Run-Happy-Läufer verraten.

Über mich:

Wenn Markus Oster nicht als Berglöwe laufend durch die Berge, über Trails oder den Straßenasphalt flitzt, dann ist er für Brooks als Technischer Repräsentant unterwegs. Das heißt er hält Schulungen bei Sporthändlern zu unseren Brooks-Produkten, organisiert Testschuhaktionen, ist auf Laufmessen unterwegs und verbreitet jeden Tag den Run-Happy-Spirit. In den kommenden Monaten begleitet er seine beiden TecRep-Kollegen Markus Auer (Österreich) und Patrick Grewe (Norddeutschland) bei ihrer Vorbereitung zu den 100km von Biel. Zu finden ist Markus nicht nur beim Laufen, sondern auch bei Instagram (https://instagram.com/mark_runners) und Twitter (https://twitter.com/tweetoster).

 

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