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Lauftipps, Run Happy!

Fremdsporteln erwünscht: Mit Alternativtraining zu mehr Lauferfolgen

Von Gastautorin Mandy Jochmann

„Laufen ist nicht alles!“ Erzähl das einer Läuferin oder einem Läufer und er wird sofort mit beleidigter Miene zu einem Gegenargument ansetzen. Doch es stimmt! Ein gutes Lauftraining sollte mehr beinhalten als die wöchentliche Laufrunde, Intervall- oder Sprinttraining. Alternativsport nennt sich das geflügelte Wort, das auch in Deinem Trainingsplan nicht fehlen darf! Gründe, um die Laufschuhe mal links liegen zu lassen gibt es viele: Schlechtes Wetter, Verletzungen, der Wunsch nach Ausgleich, eine neue Herausforderung und so weiter. Vor allem im Herbst und Winter wird es immer wieder Tage geben, an denen Du nur ungerne rausgehst oder es die Wetterbedingungen nicht hergeben. Wie wäre es da mit einer ausgedehnten Schwimmeinheit oder Du schaust mal wieder bei Deinem alten Tennisverein vorbei?


Warum ist zus
ätzlicher Sport so wichtig fürs Lauftraining?

Alternativsport, Ergänzungs- oder auch Ausgleichstraining – es gibt viele Namen, um zu fassen, wovon ich hier rede. Wichtig ist, dass Du Dir einen weiteren Sport suchst, der Dich auf Trab bringt und eine Abwechslung zum Laufen darstellt. Das ist das A und O für einen ausgewogenen Sportplan. Beim Laufen strengst Du nur selten bis nie alle Muskelpartien an. Beim Laufen beanspruchst Du nicht alle wichtigen Muskelpartien, einige zum Teil gar nicht. So können Muskel-Dysbalancen enstehen, die Dich schnell verletzungsanfälliger machen. Mit einem Alternativtraining beugst Du diese vor und erzielst einen zusätzlichen Trainingseffekt, der Dir wieder beim Laufen zu Gute kommt. Beim Krafttraining kannst Du beispielsweise den Oberkörper gezielt ansprechen. Eine gute und stabile Rückenmuskulatur wird Dir auf Dauer beim Laufen helfen. Eine Sportart, der Dein gesamtes Muskelsystem anspricht, wäre daher optimal.

Dank weiterer Sportarten erhöhst Du außerdem Deinen Trainingsumfang ohne die Verletzungsgefahr durch einseitiges Übertraining zu erhöhen. Nicht umsonst reden Triathleten immer davon, dass sie die ein oder andere Laufeinheit gerne mit einer Fahrradrunde ausgleichen.

Auch für Deine Psyche ist das Alternativtraining wichtig. Bring Abwechslung in Deinen Trainingsalltag, damit Du Dich nicht irgendwann langweilst oder gar die Lust am Sport verlierst. Viele machen sich aber auch in der Vorbereitungszeit auf die neue Saison viel Druck. Einfach mal den Kopf frei pusten lassen, von Bestzeiten und den Leistungsgedanken abschalten, neue Leute kennenlernen. Das stärkt Dich mental.

Probiere mal etwas Neues – vor allem im Herbst und Winter!

Gerade mit den nun anstehenden kalten Jahreszeiten, kannst Du mit Alternativtraining Deine Form erhalten und bereitest Dich optimal für die neuen Saison im Frühjahr vor. Statt draußen im Park zu trainieren, besuche Fitnesskurse, gönne Dir einen Skiurlaub und bringe Abwechslung in Dein Training.

Meine Top 3 Ausgleichssportarten

Theoretisch ist jeder Sport als Ergänzung zu Deinem Lauftraining geeignet. Das wichtigste Auswahlkritierium lautet: Es soll Spaß machen! Der Rest kommt wie von selbst. Nichtsdestotrotz gibt es Sportarten, die gerade als Zusatz zum Laufen, prädestinierter sind. Darum stelle ich Dir meine drei Lieblingssportarten vor, die ich zusätzlich zum Laufen regelmäßig auszuüben versuche.

Schwimmen

Nach dem Laufen ist Schwimmen ist meine absolute Lieblingssportart! Es ist die perfekte Alternative und gleichzeitig der gesündeste Sport, den Du ausüben kannst. Schwimmen schont Gelenke und Knochen, fördert Deine Beweglichkeit, verbessert Deine Ausdauer und trainiert Arm-, Rumpf- und Gesäßmuskulatur. Zudem kannst Du beim Schwimmen wortwörtlich den Kopf ins Wasser legen und abschalten. Wer mehr Action möchte, schaut einfach mal beim Aquajogging rein.

Fahrradfahren

Der beste Alltagssport ist eindeutig Fahrradfahren. Denn Fahrradfahren kannst Du ganz leicht in Deinen Tagesablauf integrieren, in dem Du auf Auto und öffentliche Verkehrsmittel verzichtest und aufs Rad umsattelst. Zusätzlich kräftigst Du als Radfahrer Deine Oberschenkelmuskulatur, verbesserst Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn, verbrennst zusätzliche Kalorien und schonst Gelenke, Bänder und Sehnen. Übrigens: Es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Radtraining zur Verbesserung der Wettkampfzeit führen kann. Bei schlechtem Wetter kannst Du natürlich auch auf Indoor Cycling oder Spinning im Fitnessstudio Deines Vertrauens umsteigen.

Yoga

Yoga ist mittlerweile in aller Munde und wird sehr gerne als Ausgleichssport erwähnt. Doch der Trend kommt nicht von ungefähr. Mit Yoga trainierst Du gleich mehrere Sinne: Du lernst Deine Atmung zu kontrollieren und für Dich einzusetzen, verbesserst Deine Körperhaltung und auch Deine Kraft und Flexibilität werden angesprochen. Yoga hat für mich aber vor allem auch einen mentalen Reiz: Hier bekomme ich den Kopf frei! Im Fokus steht, dass ich mir etwas Gutes tue und dieser Ansatz führt mich immer wieder auf die Yogamatte.

Stell Dich einer neuen Herausforderung!

Natürlich kommen noch viele, weitere Sportarten in Frage. Wie wäre es mal mit einem Mannschaftssport wie Fußball oder Volleyball? Wann warst Du das letzte Mal Eislaufen, hast einen Fitnesskurs besucht oder Deine Hanteln aus dem Keller geholt? Wie wäre es mit Stand Up Paddling im Winter?

Nutze Herbst und Winter, um dem Laufen mal fremd zu gehen und probiere eine neue Sportart aus. Manchmal sind es diese kleinen Herausforderung, die nicht nur körperlich, sondern vor allem auch mental einen großen Effekt auf Dein Lauftraining haben.

Wir wollen es wissen: Was ist Deine Lieblingsalternative zum Laufen?
Ab in die Kommentare damit!


Über Mandy

Mandy schreibt auf Go Girl! Run! (www.gogirlrun.de) über das Laufen und Reisen für Fernwehgeplagte mit Hummeln im Hintern. Hier findest Du die richtige Portion Motivation, um endlich aktiv zu werden und die Welt zu entdecken. Im September hat sie gemeinsam mit Carina von TRAVEL RUN PLAY (www.travelrunplay.de) ihr erstes E-Book GET READY TO RUN – Dein Guide für den erfolgreichen Laufeinstieg (www.getreadytorun.de) veröffentlicht.

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